ÖZGÜRÜZ jetzt auch gedruckt 2017-09-28T11:01:07+00:00
ÖZGÜRÜZ Magazin

ÖZGÜRÜZ jetzt auch gedruckt!

Leser werden täglich mit Meldungen bombardiert, werden unfähig gemacht, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden, verlieren sich in Einzelheiten, wissen nicht mehr, aus welchem Blickwinkel sie die Ereignisse sehen sollen. Wir müssen ihnen Perspektiven anbieten, die ihnen helfen, das Geschehen zu deuten. Wir müssen in die Tiefe tauchen, ohne das Surfen aufzugeben, müssen die Schichten unter der Oberfläche offenlegen. Das bezweckt die Zeitschrift „#Özgürüz“.

Türkisches Exilmagazin – Özgürüz jetzt auch gedruckt (Deutschlandfunk)

Den Internetjournalismus unserer Tage könnte man mit dem Surfen vergleichen. Wir streifen auf einem riesigen Ozean von Meldungen das eine oder andere Thema ab und versuchen, Informationen zu bekommen und weiterzugeben. Während wir uns mit den Fragen „Wer?“ .. Was?“ und „Wann?“ beschäftigen, gelingt es uns nicht, den Fragen „Wie?“ und „Warum?“ ausführlich nachzugehen. Die Hintergründe und die Bedeutung der Ereignisse bleiben oft außen vor. Wir können nicht wirklich in die Tiefe gehen. Oft denken wir auch, dass der ungeduldige Leser das gar nicht braucht. Und weil wir die „Warum?“-Frage nicht beantworten können, fallen wir immer wieder aus den gleichen Gründen in den gleichen Brunnen. Als die Idee zu dieser Zeitschrift geboren wurde, haben viele gesagt, die Zeit der Zeitschriften sei vorbei. Vor allem solcher mit langen Analysen.
Wir sagen:
.. Es ist höchste Zeit dafür“
Leser werden täglich mit Meldungen bombardiert, werden unfähig gemacht, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden, verlieren sich in Einzelheiten, wissen nicht mehr, aus welchem Blickwinkel sie die Ereignisse sehen sollen. Wir müssen ihnen Perspektiven anbieten, die ihnen helfen, das Geschehen zu deuten. Wir müssen in die Tiefe tauchen, ohne das Surfen aufzugeben, müssen die Schichten unter der Oberfläche offenlegen.
Das bezweckt die Zeitschrift „#Özgürüz“.
In dieser Zeit, in der die Presse großem Druck ausgesetzt ist, wird diese Zeitschrift Teil unseres Bestrebens, die verbotene Wahrheit kundzutun. Sie setzt sich zum Ziel, ihren Lesern in zwei Sprachen zu einem besseren Verständnis für ausgewählte Schwerpunktthemen zu verhelfen. Wenn Sie nach einem Jahr alle Ausgaben zusammengestellt haben, werden sie eine Türkei-Bibliothek besitzen .
Diese erste Ausgabe mit dem Schwepunkt „Quo Vadis Türkei“ befasst sich damit, wie Erdogan und seine Leute die Türkei auf den Operationstisch legen. Kemal Gökhan zeichnet das in seinem Titelbild in Anlehnung an Rem­brandts „Anatomiestunde“. Unsere Autoren befassen sich sowohl mit den Chirurgen als auch mit dem Patienten unter verschiedenen Gesichtspunkten. Sie schreiben über Machtverhältnisse, Außenpolitik, Wirtschaft, die repressi­ven Medienpolitik und die Gewalt gegen Frauen.
Auch die Krankheiten, unter denen die Chirurgen leiden, werden erkennbar: Es gibt erstaunliche Parallelen, wie die Nazis, die Mörder des NSU, in Deutschland verharmlost wurden und der IS in der Türkei sich unbehelligt organisieren und zuschlagen konnte.
Seien Sie sicher, dass unsere Zeitschrift all diese Themen mit Entschieden­heit weiterverfolgen und dabei den Mut eines Tiefseetauchers an den Tag legen wird. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung: Lesen Sie, machen Sie die Zeitschrift bekannt, abonnieren Sie sie!
Damit wir zu der Stunde, da wir mit angehaltenem Atem aus dieser dunklen Tiefe aufsteigen und endlich die rettende Oberfläche erreichen, zusammen und voller Freude ausrufen können: „Özgürüz“ – wir sind frei!

Can Dündar

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